09.01.2010  18:57 Uhr

RUHR.2010
Abstimmung: Welche Ruhrgebietshymne ist schöner?

Ruhr. Nachdem die Eröffnungsfeier der Europäischen Kulturhaupstadt trotz Schnee und Regen erfolgreich über die rutschige Bühne gegangen ist und Herbert Grönemeyer dort seine Ruhrgebietshymne "Komm zur Ruhr" erstmals zu Gehör gebracht hat, stellt sich die Frage: Hat der Song das Zeug zum Hit? Oder gibt es Alternativen.

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Im Laufe der Zeit sind zahlreiche Ruhrgebietshymnen entstanden. Aber nur wenige haben sich wirklich durchgesetzt. Hat "Komm zur Ruhr" von Herbert Grönemeyer das Zeug dazu? Oder ist "Glück auf, Ruhrgebiet", die Ruhrgebietshymne vom Spardosen-Terzett nicht die bessere Alternative? Oder sollte das traditionelle Steigerlied die Hymne des Reviers bleiben?

Stimmen Sie darüber ab (rechts im Kasten). Hier die drei Kandidaten:

„Komm zur Ruhr“

So wirbt die Plattenfirma von Herbert Grönemeyer:

Mit der über sechs Minuten langen Hymne „Komm zur Ruhr“ hat der Bochumer Herbert Grönemeyer mehr als 25 Jahre nach „Bochum“ erneut eine Eloge auf seine Heimatregion verfasst. Diesmal steht vor allem der Mensch im Mittelpunkt respektive der für seine Offenheit und Direktheit, Loyalität und Zuverlässigkeit, aber auch für seine Sturheit und den trockenen Humor bekannte Menschenschlag im Revier. Mit dem von Anbeginn an multikulturellen Ruhrgebiet ist zum ersten Mal ein Ballungsgebiet von Städten zur Kulturhauptstadt erklärt worden, ein Umstand, dem auch die grenzenlos euphorische Hymne Grönemeyers Rechnung trägt.

Mit der "Eloge" tun die PR-Leute des Musikkonzerns EMI dem Musiker etwas unrecht. Denn die Wikipedia erklärt den Begriff so: "Die Eloge wird häufig zu feierlichen Anlässen vorgetragen, um dem Gastgeber zu schmeicheln. Zwar kann sie einerseits mit Opportunismus in Verbindung gebracht werden, andererseits ist Kritik im Rahmen eines festlichen Anlasses in der Regel unangemessen, so dass von den Anwesenden die Übertreibung als üblich angesehen wird."


Das Abspielsymbol anklicken, um das Video zu starten:

"Glück auf, Ruhrgebiet"

Das Essener Spardosen-Terzett hat zum 20 jährigen Bühnenjubiläum eine Web 2.0-Hymne kreiert. Ob Männergesangsverein, Flötengruppe, Punkband, der Fanchor im Stadion, Pantomime, jeder kann in den Videoclip eingebaut werden. Über das ganze Kulturhauptstadtjahr 2010 hinweg wird dieses Video ständig erneuert. Text und Musik stammen von Kai Struwe, die Bilder von Lokomotiv.de. Näheres unter: www.spardosen-terzett.de

„Glück auf! Der Steiger kommt!“

„Glück auf! Der Steiger kommt!“ ist ein sehr bekanntes Bergmannslied und es wird auch das „Steigerlied“ genannt. Das Lied wurde gesungen, um gute Laune zu bekommen und um die Angst vor einem Unfall im Bergwerk zu verdrängen. Ein zentraler Bestandteil des Liedes ist der Bergmannsgruß „Glück auf“, der im sächsischen Erzgebirge Ende des 16. Jahrhunderts entstanden ist. Er beschreibt die Hoffnung der Bergleute auf einen glücklichen, unfallfreien Tag im Bergwerk und er ist der Gruß der Bergleute beim gesunden „Auffahren“ nach einer Schicht.


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Grönemeyer
  • Komm zur Ruhr
  • Ruhrgebietshymne
  • Ruhrhymne

 

 

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1 Kommentar »

18.01.10 08:56 Uhr
Karl-H. Schimanski
Nicht so schwulstig, Herbert !
Der Text eines Ruhrgebiets-Liedes muss auch der Malocher am Fließband oder der Hauer im Pütt verstehen. Da sollte Herbert erstmal unter Tage ein Praktikum machen.
"Glück auf Ruhrgebiet" vom Spardosen-Terzett ist da eher mit Herzblut und Arbeiterschweiß des Ruhrgebietes getränkt!
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