Tagung
Kreative Quartiere - Chancen für die Immobilienwirtschaft in der Metropole Ruhr
Ruhr. Zechen- und Brauereigrundstücke, frei gewordene Industriebrachen und historische Altbauquartiere bieten kreativen Branchen Raum zur Entfaltung. Eine Fachtagung in Dortmund soll jetzt Themen der Kreativ- und Immobilienwirtschaft erstmals zusammenbringen.
Weltweit werden durch kreative Talente und Unternehmen neue Entwicklungen in innerstädtischen Kerngebieten und Quartieren angestoßen. Auch in der Metropole Ruhr machen günstige Mieten, großzügige Flächen und ungewöhnliche Atmosphäre den Reiz dieser Orte für Kreative aus, die hier Experimentierflächen, Produktions- und Ausstellungsräume finden. Die Kreativwirtschaft ist somit nicht nur ein Wirtschaftsfaktor mit hohen Wachstumspotenzialen sondern zunehmend auch ein Impulsgeber für die Stadt- und Immobilienentwicklung. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH gemeinsam mit der Stadt Dortmund die Tagung:
"Kreative Quartiere - Chancen für die Immobilienwirtschaft in der Metropole Ruhr"
20. November 2009 von 10.00 bis 17.00 Uhr im
Harenberg City-Center in Dortmund
Die Metropole Ruhr hatte mit ihrem diesjährigen Auftritt auf der Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL in München erstmals den Blick von Investoren, Bauträgern, Architekten und Stadtplanern auf die kreativen Quartiere in der Region gelenkt. Bei diesen Quartieren handelt es sich um ein recht heterogenes Flächenangebot, das sich über die gesamte Rhein-Ruhr-Region verteilt und Nutzergruppen aus der Kreativwirtschaft spannende Entfaltungsmöglichkeiten bietet.
Vom eindrucksvollen Zechengelände in Dinslaken, über innerstädtische Altbauquartiere in Bochum bis zur revitalisierten Brauerei in Dortmund - inspirierende, innovative und kostengünstige Ansiedlungsmöglichkeiten gibt es in Hülle und Fülle. Doch bisher sind die meisten dieser Plätze nur Insidern bekannt. Vor allem auswärtige Unternehmen und Freiberufler aus dem Kreativbereich wissen zu wenig über die Angebote in der Metropole Ruhr. Umgekehrt sind aber auch die enormen Chancen, die sich aus der Nachfrage kreativer Unternehmen für die Städte der Region sowie die lokale Immobilienwirtschaft ergeben können, noch zu wenig beleuchtet.
Startschuss für die Region
Mit den "Kreativ.Quartieren Metropole Ruhr" hat die RUHR.2010 ein Projekt ins Leben gerufen, das durch die Schaffung modellhafter urbaner Entwicklungsareale Beispiele moderner Lebens- und Arbeitsräume für Kreative aus ganz Europa konzipiert. Mit dem Projekt wird eine selbsttragende Struktur aufgebaut, um einen sozialen und urbanen Prozess für die zuwanderung aus Europa und die Bindung von Künstlern und Kreativen aus der Metropole Ruhr zu verstärken. Professor Dieter Gorny, Direktor für Kreativwirtschaft der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr.2010, wird das "Projekt Kreativ.Quartiere" im Rahmen der Dortmunder Tagung präsentieren.
Beginnen aber wird die international besetzte Veranstaltung mit den "Blicken von Außen": Der britische Städteforscher und Publizist Charles Landry wird sein Konzept der "Kreativen Stadt" vorstellen. Seit mehr als 30 Jahren widmet sich Landry der Frage, welchen Einfluss Kultur und Kreativität auf die künftige Entwicklung von Ballungsräumen nehmen werden. Seiner Einschätzung nach müssen Städte und Regionen, die auch in Zukunft erfolgreich und lebenswert sein wollen, in der Lage sein, kreatives Potential auszubilden, anzuziehen und zu halten. Dazu gehört auch, über entsprechende Stadträume zu verfügen - günstige Flächen oder noch nicht reaktivierte Areale, die für Zwischennutzungen geeignet sind. Dies können beispielsweise Industriebrachen, historische Bauten, aufgegebene Brauereien, Zechenareale oder ungenutzte Gewerbeflächen sein.
Über einen reichen Erfahrungsschatz als Umnutzungs- und Revitalisierungsexperte verfügt auch der Londoner Stadt- und Regionalplaner Eric Reynolds. Seit den 1970er Jahren war Reynolds an zahlreichen Großprojekten und Umnutzungen in London beteiligt. Als Entwickler übernahm er unwirtschaftliche Shoppingcenter und führte sie zu neuer Blüte, machte aus nicht mehr genutzten U-Bahnstationen rentable Einkaufs- und Gastronomieadressen und er siedelte kreative Unternehmen in einer revitalisieren Schiffsbojenfabrik an. Seine Projekte beweisen: Nicht nur die Kreativwirtschaft als Nutzer profitiert. Mit einem guten Konzept kommt auch die Immobilienwirtschaft auf ihre Kosten - und Arbeitsplätze entstehen obendrein. Auch er wird spannende Denkanstöße für die Weiterentwicklung der kreativen Quartiere in der Metropole Ruhr geben.
Die Niederlande haben inzwischen ebenfalls allerhand Erfahrungen mit kreativen Quartieren gesammelt. Wie die Städte das Potenzial kreativer Quartiere nutzen und welche Rolle sie selbst bei der Entwicklung einnehmen, wird der Stadtplaner Jeroen Saris aus Amsterdam skizzieren. Er sieht in der Neunutzung alter Gebäude immer auch einen Brückenschlag zwischen der Vergangenheit und der Zukunft.
Welche Lehren können aus den internationalen Erfahrungen gezogen werden? Welche Ideen lassen sich aus den internationalen Erfahrungen für die Zukunft der Metropole Ruhr und ihre zahlreichen Kreativquartiere ableiten? Wo finden flächensuchende Unternehmen schon heute den richtigen Platz? Welche Potenziale bieten Bochum, Dinslaken, Dortmund, Essen, Herne, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen oder Unna? Gemeinsam mit Stadtplanern, Wissenschaftlern, Marktforschern und Analysten aus Deutschland und Österreich wird die Tagung über die vorhandenen und entstehenden Kreativ.Quartiere in der Metropolregion informieren und nach ihren Potenzialen für die künftige Entwicklung fragen.
(Redaktion)
Tags:- Kreative Quartiere
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Nett, aber trotzdem sollte festgehalten werden, dass die "richtige" Currywurst natürlich mit der Schere zerschnitten wird!;) - Nicht so schwulstig, Herbert!
Der Text eines Ruhrgebiets-Liedes muss auch der Malocher am Fließband oder der Hauer im Pütt verstehen. Da... - Ja, ja die Rechtschreibung.
Pabst sind wir bestimmt nicht, das wære næmlich Erbrochenes. Pabsten ist ein anderes Wort fuer erbrechen. Du... - Kugelpanorama des Treppenhauses des Ruhrmuseums
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