09.11.2009  13:00 Uhr

RUHR.2010
Von der industriellen Schlagader zum KulturKanal

Ruhr. Es ist eines der ganz großen Kulturhauptstadt-Projekte - mit Potenzial zum Publikums-Hit: der KulturKanal.

Schon längst spielt der Rhein-Herne-Kanal eine wichtige Rolle in der Freizeit vieler Menschen: es wird campiert, geangelt, Rad gefahren - und sogar gebadet, was nicht erlaubt ist und doch geduldet wird. Ursprünglich als industrielle Wasserstraße konzipiert und industriellen Transporten vorbehalten, wird der Kanal langsam auch von der Fahrgastschifffahrt erobert. Der Kanal führt mitten durch den Emscher Landschaftspark und ist damit Teil der grünen Mitte der Metropole Ruhr. Diese zentrale und grüne Lage sowie die unwiderstehliche Anziehungskraft des Wassers machen ihn zu einem Ort mit potenziell sehr hoher Aufenthaltsqualität.

Die zehn Anrainerstädte des Rhein-Herne-Kanals (Duisburg, Oberhausen, Essen, Bottrop, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Waltrop, Datteln) haben es sich deshalb zum Ziel gesetzt, eine der bedeutendsten industriellen Wasserstraßen Europas für Mensch, Kultur und Freizeit zu erobern. Ihre Strategie: durch Kunst, Kultur und langfristige Zusammenarbeit die Aufenthaltsqualität zu zeigen und zu gestalten. Der Rhein-Herne-Kanal bildet das Herzstück der 70 Kilometer langen Kanalstrecke, der im Kulturhauptstadtjahr eine eindrucksvolle Wandlung von der Schlagader des Kohletransports zum KulturKanal bevorsteht.

„Durch das Projekt KulturKanal wird der Rhein-Herne-Kanal in seiner touristischen Infrastruktur positioniert und neben seiner Bedeutung als Freizeit- auch als Kulturraum etabliert", bringt Prof. Karl-Heinz Petzinka, Künstlerischer Direktor Stadt der Möglichkeiten bei der RUHR.2010 GmbH, den Kerngedanken des Projektes zum Ausdruck. "Das Projekt trägt dem Bedürfnis all seiner Anwohner Rechnung, den Raum, den der Kanal und seine Ufer bieten, für sich in Anspruch zu nehmen, zu nutzen und für die Zukunft weiter entwicklungsfähig zu halten."

Das Kulturhauptstadt-Projekt KulturKanal nimmt sich der Aufgabe an, dieses Potenzial gezielt zu gestalten und zu fördern – den Kanal als kulturellen Spielort zu nutzen ist eines der Mittel, ihn als öffentlichen Raum ins Bewusstsein zu rücken und aufzuwerten. Quasi im Kielwasser laufen die infrastrukturellen Entwicklungen: Neue Fahrgastschiffanleger, Freizeit- und Wohnquartiere, künstlerisch gestaltete Picknickplätze, Strandbars, Uferwege und Brücken sowie eine verstärkte Einbindung der Fahrgastschifffahrt und Kanalfeste bilden den Rahmen für eine Fülle von Ereignissen. Eröffnet wird am 20. März 2010 im Stadthafen Recklinghausen.


 

(Redaktion)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Brigitte Krämer



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