Kreativwirtschaft Dortmund
Is it New York? Is it Paris?
Dortmund. Nein, Ruhr.2010. Mit dem offiziellen Imagefilm der Kulturhauptstadt wurden die mehr als 250 Gäste aus der Kreativwirtschaft gestern gegen 17 Uhr auf die vierte Veranstaltung aus der Reihe DORTMUND.KREATIV.trends digital im Jazzclub domicil eingestimmt.
Das ist im Moment noch eine Besonderheit, denn der bereits mehrfach ausgezeichnete Film wird erst ab Herbst komplett online zur Verfügung stehen. Neugierige müssen sich im Moment mit der knapp zweiminütigen Fassung zufrieden geben.
„Jetzt brauchen wir nicht mehr zu fragen, wo die Kreativität zuhause ist, wir müssen sie nur noch entdecken!“ begrüßte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, Udo Mager die Besucher, allesamt Vertreter der Film- und Musikwirtschaft, Werbetreibende sowie Web-, Grafikdesigner etc.
Trotz großer Hitze folgten die Teilnehmer am bisher heißesten Tag des Jahres den gebotenen Vorträgen. Andreas Gebhard von newthinking communications stellte das Lizenzmodell der Non-Profit-Organisation CREATIVE COMMONS vor, das helfen soll, auf der einen Seite Inhalte zu verbreiten, aber auf der anderen Seite auch die Kontrolle darüber zu behalten. Am allerwichtigsten sei es aber, seiner Zielgruppe Angebote zu unterbreiten, die auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind, dann sei diese auch bereit, Geld zu zahlen, so Gebhard.
Buchautor und Unternehmensberater Prof. Dr. Klemens Skibicki führte seine Zuhörer in die Web-2.0-Welt, berichtete von der Social-Media-Revolution, mit der das „Wegbrechen von Geschäftsprozessen von hunderten von Jahren“ einhergeht. „Inhalte gehören nicht mehr den Betreibern“, deshalb ist es für Unternehmen wichtig, in Social Networks wie Facebook vertreten zu sein, um die Weisheit der Masse nutzen zu können (Crowdsourcing).
Auch Markus Linnemann und Marian Jungbauer vom Institut für Internet-Sicherheit der FH Gelsenkirchen sind dafür, die heutigen Möglichkeiten der Kommunikation zu nutzen, allerdings mit Bedacht. Sie zeigten einen Teil ihres Live Hacking!-Programms, natürlich nur „um zu sensibilisieren, nicht um zu mobilisieren“. „Das ist schon ganz schön erschreckend!“ war von den Besuchern hinterher mehrfach zu hören, denn immer noch wird zu sorglos z. B. mit dem Thema „Passwörter“ umgegangen, was ein kleines Ratespiel demonstrierte.
Zwischendurch und hinterher gab es die Möglichkeit, sich bei einem Getränk und Häppchen besser kennen zu lernen und ins Gespräch zu kommen. „Vernetzen Sie sich!“, forderte Sylvia Tiews von der Wirtschaftsförderung Dortmund die Besucher immer wieder auf. Dass trotz der enormen Temperaturen fast alle bis zum Schluss durchgehalten haben, spricht für sich.
Der nächste Termin, dann zum Thema DORTMUND.KREATIV.finanzierung, findet am 24. September 2009 im sweetSixteen-Kino im depot, Immermannstraße 29, 44147 Dortmund, statt.
(Marion Dudla)
Tags:- Kreativwirtschaft
- DORTMUND.KREATIV.trends digital
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