19.11.2009  19:34 Uhr

iGZ NRW
Neue Chancen für die Zeitarbeit

Gelsenkirchen. In der Veltins-Arena Auf Schalke in Gelsenkirchen fand heute der NRW-Landeskongress des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) statt. Die Teilnehmer waren trotz Krise optimistisch.

"Sie könnten ein Motor für den Erneuerungsprozess der Wirtschaft sein - das wäre ein Beitrag für die Zukunftssicherheit in NRW", ermunterte die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute in Gelsenkirchen die Teilnehmer des NRW-Landeskongresses des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), "eigene good governments zu formulieren".

Als Hauptrednerin des iGZ-Kongresses betonte sie in der Veltins-Arena Auf Schalke: "Wir haben unbestritten einen Wandel der Arbeitswelt, der mit klassischen Antworten nicht hinkommt." Gefragt sei jetzt Flexibilität: "Wir werden dabei zwischen Stammbelegschaft und Zeitarbeitsbranche ein intensives Zusammenspiel erleben."

Neue Lösungen, so die Ministerin, werden an den Schnittstellen der Branchen gefunden. Zeitarbeit sei eine sehr ernst zu nehmende, etablierte und wachsende Branche, die nicht nur Lückenfüller sei. Außerdem biete sie eine echte Chance für Langzeitarbeitslose und "karierte Karrieren", verwies Christa Thoben auf Möglichkeiten für Quereinsteiger.

Neue Landesbeauftragte des iGZ in NRW

Nun ist es offiziell: Anne Rosner ist Landesbeauftragte des iGZ in NRW. Nachdem die Gelsenkirchenerin das Amt ein Jahr kommissarisch führte, bestätigte das Mitgliederplenum die Unternehmerin bei lediglich sechs Enthaltungen ohne Gegenstimme im Amt. Zum Auftakt der Mitgliederversammlung begrüßte Rosner die zahlreich erschienenen Vertreter der iGZ-Mitgliedsunternehmen des größten Bundeslandes. Zudem dankte sie dem ehrenamtlichen Engagement der iGZ-Regionalkreisleiter in NRW, die sich unermüdlich und engagiert für die Belange des mitgliederstärksten Zeitarbeitgeberverbandes und der Zeitarbeitsbranche einsetzen.

Ariane Durian, Bundesvorsitzende des iGZ, würdigte die bisherigen Verdienste Anne Rosners, die das Amt in schwierigen Umbruchzeiten des iGZ übernommen und durch ihre professionelle und besonnene Art mit entscheidend dazu beigetragen habe, dass der iGZ heute so gut dastehe. Auf einen "ausverkauften" Tibulsky-Saal blickte der iGZ im sich anschließenden Landeskongress.

Ausrichtung der Zeitarbeit neu bestimmen

Mit seinem Beitrag "Zeitarbeit im Fokus - Zurück in die Champions League" zeigte iGZ-Hauptgeschäftsführer RA Werner Stolz, der dem Plenum, welche innovativen Möglichkeiten sich mit der Neukombination der Machtverhältnisse durch die Bundestagswahl ergeben. Nun sei die große Stunde gekommen, die Ausrichtung der Zeitarbeit neu zu bestimmen und aktiv mitzugestalten, lud er das Publikum ein, sich aktiv für die Zeitarbeitsbranche einzusetzen. Nun gelte es, einen gemeinsamen tariflichen Mindestlohn zu realisieren, der nicht nur Basis für einen fairen Wettbewerb sei, sondern auch den Zeitarbeitnehmern faire Mindeststandards für eine vernünftige Lebensführung gewährleiste.

Dem "Reformstau im Arbeitsrecht" widmete sich Prof. Dr. Peter Pulte in seinem Vortrag, bevor drei PDK-Azubis aus ihrer Praxis berichteten. Mit seinem launigen Beitrag über den Alltag der Personaldisponenten begeisterte das Trio seine Zuhörerschaft. Eine spannende Gesprächsrunde mit dem stellvertretenden iGZ-Bundesvorsitzenden Holger Piening, iGZ-Vorstandsmitglied Michael Hacker und Dr. Jenny Rohlmann, Leiterin der iGZ-Marketingabteilung unterhielt sich darauf über die PDK-Ausbildung und den neuen Ausbildungsweg zum Personaldienstleistungsfachwirt.

Mit einer Trainingseinheit zur Kommunikation im ersten Kundengespräch mit dem Coach Klaus-Dieter Scholz und einem Referat über Kurzarbeit sowie Weiterbildungsmaßnahmen in der Zeitarbeit von Beate Kostka, Agentur für Arbeit in Gelsenkirchen, endete der NRW-Landeskongress, der von einer Fachausstellung "Dienstleister der Zeitarbeitsbranche" begleitet wurde.


 

(Redaktion)

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  • Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) NRW
  • Anne Rosner

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © iGZ

 

 

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