Multimedia-Web
Frank Tentler: Der Social Media Consultant ist Spezialist fürs Web 2.0
Oberhausen. Frank Tentler gründete im Januar 2008 das Unternehmen franktentler.com. Sein Aufgabenfeld: Er entwickelt und leitet für Medien- und Wirtschaftsunternehmen interaktive Multimedia-Web-Auftritte. Seit September 2008 ist er für das Projekt Philharmonie 2.0 der Duisburger Philharmoniker zuständig. Aktuell ist er einer der Organisatoren der stART.09 Konferenz in Duisburg.
Eigentlich ist er ein Quereinsteiger in die virtuelle Welt. Frank Tentler (46) studierte Veterinärmedizin in Gießen und bezeichnet sich selbst als Digitalen Immigranten. Als sich das Internet weg von "Read Only" zum Multimedia-, "User Generated Content"- und Community-Web (kurz: Web 2.0) entwickelte, sah er die Zeit gekommen, seine Visionen zu verwirklichen.
Der Einstieg in die digitale Welt glückte: 2007 bekam Tentler den Existenzgründerpreis Duisburg als Geschäftsführer der sugrGmbH verliehen. Und das zu einer Zeit, als die wenigsten wussten, dass es ein Mitmach-Web überhaupt gibt. Das Produkt, mit dem er den Preis gewann, war vor zwei Jahren – eine Ewigkeit im Internet – ein absoluter Vorreiter. Dieser so genannte "Online Media Manager" stellte dem Nutzer nach seinen Bedürfnissen Medien und Informationen online zusammen.
„Schon davor bin ich durch Zufall und Interesse in diese Welt des ‚lebendigen Webs’ hineingestolpert“, erzählt Tentler. Nach ersten Erfahrungen und Erfolgen mit Weblogs und Podcasts ab 2003 – er produzierte als einer der Ersten in Deutschland Podcasts für den Marketing-Einsatz – wurde ihm klar, dass diese Darstellung der virtuellen Welt eine gänzlich andere Vorgehens- und Sichtweise verlangt. „Menschen haben den angeborenen Drang zu kommunizieren. Das ist ein Grundbedürfnis unserer Spezies. Das Web multipliziert mit immer einfacheren Anwendungen die Möglichkeiten der Interaktion und ist somit die logische Weiterführung der persönlichen Kommunikation“, so der Web-Spezialist.
Dass dieser Bereich für das Marketing sehr wichtig ist, versteht sich eigentlich von selbst. Doch mit Social Networks und Social Media kann diese Sparte eher wenig anfangen. Diese Erkenntnis machte sich Frank Tentler zunutze, gründete ein Unternehmen und fing an interaktive Multimedia-Web-Auftritte für Medien- und Wirtschaftsunternehmen zu entwickeln und Behörden und Unternehmen bei Fragen der Web-Sicherheit und Strategie zu beraten. Dabei liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit auf der Integration von Social Media und Social Networking in Web-Strategien. Seit September 2008 leitet Frank Tentler das Projekt Philharmonie 2.0 mit dem Weblog dacapo, das insbesondere junges Publikum nicht nur ins Web, sondern auch in die Spielhäuser lockt.
„Kulturbetriebe suchen eigentlich permanent nach neuen Darstellungsmöglichkeiten, um ihren Content, ihre Geschichten auf und hinter der Bühne zu verbreiten. Ihr Problem war allerdings, dass sie kaum finanzielle Mittel hatten, diesen Content zu verbreiten. Zu teuer waren Filmaufnahmen, zu kostspielig Redaktionsteams, die multimediale Betreuung der Websites zu aufwändig und die Hochleistungsserver kaum zu bezahlen“, blickt Tentler in die Internet-Vergangenheit zurück. Mit Medienservern wie YouTube ist das heute alles kein Problem mehr und auch Content Management Systeme sind kaum teurer als normale Websites. Doch für die Kulturschaffenden stellt sich die Frage, wie sie diesen Mega-Content sinnvoll einsetzen können, um einen Marken- und Geldvorteil zu erzielen. franktentler.com bekommt diesen Spagat hin. Der Weblog der Duisburger Philharmoniker ist so erfolgreich, dass „dacapo“ gerade in zweiter Generation online geht. Und dann gibt es da noch die fünf Spielhäuser in Halle, für die Frank Tentler ein Marketingkonzept entwickelt hat, das auf einer Meta-Community-Kommunikation basiert. Schulung und Umsetzung übernimmt franktentler.com dabei ebenfalls.
Apropos Schulungen: An der Macromedia Universität Köln zeigt der Web-Experte den Studenten, wie sie ihre Fähigkeiten zur digitalen Interaktion und das Wissen um die Web-Anwendungen beruflich einsetzen können. „Für viele wird das ein Schwerpunkt ihrer zukünftigen Arbeit sein und einige werden dann den Titel Social Media Consultant in ihrer Berufsbezeichnung führen“, davon ist Frank Tentler überzeugt.
Tentlers Berufsbild vom Social Media Consultant sieht vor, dass der Kunde schnell autonom in seiner Arbeit wird und nicht permanent auf externe Kräfte oder die Vergabe neuer Aufträge angewiesen ist. „Das klingt zwar so, als würde ich mir meinen eigenen Beruf nach und nach zerstören, aber das Web entwickelt sich immer weiter und die nächsten Herausforderungen klopfen bereits an unsere Tür. Das nächste Web, das auf semantischen Grundlagen basieren wird, ist schon am Horizont erkennbar und wird uns in vier bis fünf Jahren erreichen“, erläutert der Geschäftsmann.
An Web-2.0-Kulturprojekten sieht Frank Tentler, der je nach Bedarf mit Flash-Profis aus London, CMS-Experten aus New Orleans, einer Webdesignerin aus Dortmund oder einem Assistenten in Paris zusammenarbeitet, keinen Mangel. Im nächsten Jahr stehen einige sehr große Projekte an, auch zum Thema „Kulturhauptstadt Ruhrgebiet 2010“ – mehr kann und darf Tentler zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht verraten.
(Susan Tuchel)
Tags:- Frank Tentler
- Web 2.0
- stART.09
- dacapo
- Duisburger Philharmoniker
- Kulturhauptstadt Ruhrgebiet 2010
Der Countdown für die Web 2.0-Konferenz stART.09 läuft
stART.09
Mit dem iPhone jeden Stau umgehen
Aktuelle Verkehrsdaten
Social Media bei der Informationssuche auf dem Vormarsch
Marketingstudie
Kulturmarken Award 2009: Nominierung für stART.09
Preisverleihung
Man lernt nur richtig schwimmen, wenn man tief im Wasser ist
stART.09
Frank Tentler: Der Social Media Consultant ist Spezialist fürs Web 2.0
Multimedia-Web
- »
- »
- »
- »
- »
- »
- »
- 18.03.
19:11 - 18.03.
19:10 - 18.03.
19:08 - 18.03.
19:08 - 18.03.
19:07 - 18.03.
19:07 - 18.03.
19:06
Als Startseite



- Das Wirtschaftsportal im Ruhrgebiet.