18.11.2009  17:39 Uhr

Geothermie
Energie aus der Tiefe des Reviers

Bochum. In Bochum begann heute der zweitägige "Deutschen Geothermiekongress 2009". Denn die Metropole Ruhr nimmt in der Erdwärme-Branche eine bundesweite Schlüsselposition ein.

"Das Thema Geothermie gewinnt gegenwärtig unter den Energietechnologien eine zunehmende Bedeutung. Dabei nimmt Nordrhein-Westfalen und hier insbesondere die Metropole Ruhr als Sitz zahlreicher marktführender Unternehmen eine Schlüsselposition ein", sagte Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Energieministerium heute bei der Eröffnung des zweitägigen Deutschen Geothermiekongresses 2009 in Bochum. Der Kongress wird vom Bundesverband Geothermie veranstaltet.

Innerhalb der Metropole Ruhr sind ca. 230 Unternehmen im Geothermiemarkt tätig. Die Branche schafft in Nordrhein-Westfalen etwa 4.000 bis 5.000 Arbeitsplätze. Etwa 80 Prozent der befragten Unternehmen gehen von einer positiven Entwicklung des Geschäftsfeldes Geothermie aus. Dies belegt die Studie "Wertschöpfungskette Geothermie" des GeothermieZentrums Bochum.

Die NRW-Landesregierung unterstützt die Geothermiebranche u.a. mit den Projektentwicklern und Beratern des in Bochum ansässigen Büros für Geothermie der EnergieAgentur.NRW. "Die EnergieRegion.NRW soll die Potentiale der Umweltwärme, insbesondere der Wärmepumpentechnik in Zukunft noch intensiver nutzen", so Dr. Baganz heute. Ziel sei es, den Marktanteil von Wärmepumpen bei Neubauten in NRW in den nächsten Jahren von jetzt zehn Prozent auf 20 Prozent zu verdoppeln. "Ich spreche von mindestens 20.000 neuen Wärmepumpen jährlich in Nordrhein-Westfalen", so der Staatssekretär.

Vor knapp 300 Experten betonte Dr. Baganz, dass die natürlichen Bedingungen zur Nutzung der Umweltwärme in Nordrhein-Westfalen besonders gut seien. Von den bundesweit rund 350.000 Wärmepumpenheizungen befanden sich in 2008 allein fast 70.000 (20 Prozent) in Nordrhein-Westfalen. Im vergangenen Jahr gab es deutschlandweit einen Rekord von 62.500 neu installierten Wärmepumpen-Heizungsanlagen. Dr. Baganz abschließend: "Nordrhein-Westfalen soll auch in Zukunft die bedeutendste Energieregion in Europa bleiben. Wir wollen dazu beitragen, dass die nationale und internationale Positionierung Nordrhein-Westfalens sowie die Kompetenz und Exzellenz der Energiebranche deutlich gestärkt werden."


 

(Redaktion)

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