Logistik 2.0
EffizienzCluster LogistikRuhr hat bundesweiten Spitzenclusterwettbewerb gewonnen
Ruhr. Der EffizienzCluster LogistikRuhr kann sich über einen großen Erfolg freuen. Das Netzwerk hat in dieser Woche den Spitzenclusterwettbewerb der Bundesregierung gewonnen. Damit sicherte sich das Konsortium für die kommenden fünf Jahre Fördermittel in Höhe von rund 40 Mio. €.
Die Metropole Ruhr zählt längst zu den führenden Logistikregionen in Europa und wird sich auch in Zukunft weiter stark positionieren. Durch den Erfolg der nordrhein-westfälischen Initiative "Effizienz-Cluster LogistikRuhr" beim Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums (BMBF), werden in den kommenden fünf Jahren 106 Millionen Euro in die Logistik-Forschung fließen. Der EffizienzCluster weist mit dem Untertitel "Logistik 2.0: Individuell bewegen" auf ein fundamentales Spannungsfeld hin: Auf der einen Seite steht die Notwendigkeit nach mehr Effizienz wirtschaftlichen Agierens. Auf der anderen Seite steht der Wunsch des Menschen nach individuell gestalteten Waren, Erhalt individueller Mobilität und individuell strukturierten Geschäftsbeziehungen. Die Logistik ist in der Lage, für mehr Effizienz zu sorgen und den Wunsch nach Individualität ökologisch und ökonomisch sinnvoll zu erfüllen.
Das Netzwerk LogistikRuhr, das sich im März des vergangenen Jahres gegründet hatte, ist mit der Effizienz-Cluster-Initiative und der zentralen Frage wie in Zukunft die Individualität logistischer Dienstleistung, Mobilität und Versorgung in urbanen Systemen effizient gestaltet werden kann, bei dem Wettbewerb angetreten. Insgesamt 124 Unternehmen und 18 Forschungs- und Bildungseinrichtungen beteiligen sich am NRW-Spitzencluster Logistik. Den Kern des Netzwerks bilden die Standorte Dortmund - mit den Fraunhofer Instituten IML und ISST sowie der Technischen Universität Dortmund - und Duisburg mit dem Zentrum für Logistik und Verkehr der Universität Duisburg-Essen. Außerdem beteiligt ist die European Business School der Logistikregion Rhein-Main. Die Jury attestierte dem Antrag "wissenschaftlich hochwertige Nachwuchsförderung, überzeugende Forschungsstrategien, marktnahe Technologieentwicklung und internationale Kooperationen."
Der nordrhein-westfälische Forschungsverbund ist eines von fünf so genannten Spitzenclustern und erhält in den kommenden fünf Jahren 40 Millionen Euro Fördermittel vom Bund. Weitere 66 Millionen Euro sind Eigenbeiträge der beteiligten Unternehmen. Ziel des Verbundes ist es, durch die Entwicklung und Vermarktung von Produkten bis 2015 ein Marktpotenzial von über zwei Milliarden zu generieren. "Jetzt gilt es, den Schwung aus der Wettbewerbsvorbereitung nahtlos in die Projekte zu übertragen", erklärte der Initiator des Clusters, Prof. Michael ten Hompel vom Fraunhofer IML. So werde das Netzwerk mit sieben technischen und soziotechnischen Leitthemen arbeiten und 33 Verbundprojekte mit einem Gesamtvolumen von 106,3 Millionen Euro anstoßen. Aus den Einzelinvestitionen sollen insgesamt 103 Produkte entwickelt und vermarktet werden.
Dabei sollen kleine und mittelständische Unternehmen eng mit Global Playern wie Deutsche Post DHL, DB Schenker oder dem Duisburger Hafen zusammenarbeiten, um ein weltweit tätiges Zentrum für innovatives Design und effiziente Logistikdienstleistungen zu schaffen, erklärte der Geschäftsführer der EffizienzCluster Management GmbH, Dr. Christian Jacobi. Durch die Entwicklung und Vermarktung von Produkten soll bis 2015 ein Marktpotenzial von über zwei Mrd. € ausgeschöpft werden. Das sichert Arbeitsplätze und wird mehr als 4.000 neue Jobs bei den Clusterpartnern schaffen. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Herausforderungen von morgen im Sinne individueller Warenversorgung, Mobilität und Produktion mit 75 % der Ressourcen von heute ökologisch und sozial verträglich zu meistern.
(Redaktion)
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