stART.09
Die zerstörerische Kraft des Internet hat auch ihre schönen Seiten
Duisburg. Der offizielle Teil des ersten Tages der bundesweit ersten stARTconference in Duisburg geht langsam zu Ende. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.
Einen Überblick über alle knapp 20 Plenumsveranstaltungen und Workshops am ersten Tag der stART09 können und wollen wir hier nicht geben. Das ist auch nicht nötig, weil makeTV (wenn auch heute mit einigen technischen Störungen) alles per Video dokumentiert und etliche TeilnehmerInnen twittern und bloggen. Deshalb nur eine subjektive (und unvollständige) Zusammenfassung aus Sicht der business-on-Redaktion Ruhr, die heute den ganzen an Tag unserem Stand im Foyer anwesend oder in den Konferenzräumen unterwegs war.
Was das Internet schon alles angerichtet hat
Begonnen hat der ereignisreiche Tag im vollbesetzten Plenum mit dem Eröffnungsvortrag von Dr. Gregor Hopf, Professor für Medienmanagement an der Hamburg School of Business Administration. Auch wenn seine Präsentation (mal nicht mit dem sonst obligatorischen Powerpoint illustriert, sondern mit dem neuen webbasierten Tool Prezi), das theoretische Fundament der Konferenz liefern sollte, war im Vortrag seine Praxiserfahrung spürbar. Hopf begann seine Karriere am Broadway, wo er im General Management von "Phantom of the Opera", "Miss Saigon" und "Les Miserables" tätig war. Nach seiner Rückkehr nach Europa arbeitete er als Produzent und Geschäftsführer für Stella Musical in Deutschland und London und war für Stage Entertainment GmbH als Director of New Business Development unter anderem für Elton Johns "Aida", die Tourneefassung von "Cats", "Holiday on Ice" und andere Produktionen verantwortlich.
In seiner Einführung wollte Gregor Hopf die Frage beantworten, woher das Internet seine phänomenale Kraft der "kreativen Zerstörung" ganzer Branchen nimmt? Am Beispiel der Musikindustrie, des Verlagswesens, der Presse, der Filmwirtschaft und der Werbebranche zeigte er mit vielen Zahlen, "was das Internet schon alles angerichtet hat" - bei der Veränderung traditioneller Wertschöpfungsketten. Als die zerstörerischen Triebkräfte machte der Medienexperte dabei die Integration der Märkte und Nutzer, niedrige Grenzkosten und ein verändertes Nutzerverhalten aus. "Das Internet ist in der Lage, bestehende Märkte aufzubrechen und die vorhandenen Geschäftsmodelle zu unterlaufen", so sein Fazit.
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